Aufgaben, die aussehen wie Cockpitinstrumente — und die man ohne fliegerisches Vorwissen lösen kann, wenn man zwei Konventionen kennt.
Die Fähigkeit, aus einer abstrakten Anzeige die tatsächliche Lage im Raum abzuleiten — und das schnell genug, dass daraus eine Entscheidung wird. Vorkenntnisse aus der Fliegerei sind nicht nötig; die Anzeige wird erklärt.
Die wichtigste Konvention: Das Flugzeugsymbol in der Mitte steht still, der Horizont bewegt sich. Das ist genau umgekehrt zur Intuition und die Quelle der meisten Fehler.
Wer sich einmal klar macht, dass sich die Welt bewegt und nicht das Flugzeug, löst diese Aufgaben zuverlässig. Wer es sich am Testtag zum ersten Mal überlegt, verliert bei jeder Aufgabe Sekunden.
Der zweite Typ arbeitet mit Kursen in Grad. Gefragt ist etwa, welcher Kurs anliegt, wenn von 340 Grad aus 50 Grad nach rechts gedreht wird — oder, in welche Richtung man kürzer dreht, um von einem Kurs zu einem anderen zu kommen.
Beides ist Kopfrechnen mit einer Besonderheit: Bei 360 Grad geht es wieder bei 0 los. 340 plus 50 ergibt nicht 390, sondern 30. Diese Umbrüche sind die häufigste Fehlerquelle, und sie treten unter Zeitdruck deutlich öfter auf als in Ruhe.
Für die kürzeste Drehrichtung gibt es eine einfache Regel: Differenz bilden. Liegt sie unter 180 Grad, dreht man rechts herum; liegt sie darüber, links herum.
Die Konventionen kann man in einer Viertelstunde lernen. Der Rest ist Tempo, und das kommt durch Wiederholung. Wer die Umbrüche bei 360 Grad zwanzig Mal gerechnet hat, macht sie am Testtag nicht mehr falsch.
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